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Über
unseren Verlag erhalten Sie Lichtdrucke des
Lichtdruck-Kunst Leipzig e.V.Gern
drucken wir Ihnen außer Lichtdruck-Originalgrafiken auch Faksimili
und Fotoreproduktionen individuell nach Ihren Vorlagen.
Überraschen Sie Ihre Geschäftspartner z.B. mit einer ausgefallenen
Weihnachts- oder Glückwunschkarte. Laden Sie Ihre Gäste mit einem
außergewöhnlichen Druck zu einem besonderem Event ein.
Wir unterbreiten Ihnen gern ein attraktives Angebot.
Nehmen Sie uns beim Wort
info@bugra-verlag.de
Was ist Lichtdruck?
Das Lichtdruckverfahren wurde von den
Pionieren der Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt und
in den folgenden 20 Jahren von dem Münchener Hoffotografen Joseph
Albert zur industriellen Reife gebracht. Seitdem wird nach folgendem
Prinzip gearbeitet:
Eine Glasplatte wird mit einer Chromatgelatineschicht bedeckt und
unter einem Fotonegativ des Originals belichtet. Durch den
Belichtungsprozess entsteht auf ihr ein Positiv. Während der
Belichtung wird die Gelatine entsprechend den Dichtewerten des
Negativs mehr oder weniger gehärtet (partiell gegerbt) und verliert
dementsprechend ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen. Nun wird
das Sensibilisierungsmittel ausgewässert und die Platte getrocknet.
Nach Feuchtung mit einer Glyzerin - Wasser - Mischung kann die
Gelatineschicht entsprechend der Intensität der Gerbung mehr oder
weniger Farbe annehmen. Das Flachdruckprinzip also: die feuchten
Partien bleiben farbfrei. Dabei ist dieser Vorgang im Lichtdruck mit
dem Tiefdruckprinzip verquickt: da die feuchte Gelatine aufquillt,
liegen die trockenen - also farbführenden - Partien tiefer. Unter
dem Druck des Druckzylinders wird die Farbe direkt an das Papier
abgegeben.
Als Bedruckstoffe eignen sich gut geleimte Papiere, Kartons, auch
Naturpergament. So entsteht eine Reproduktion, die augenscheinlich
den sinnlichen Reichtum des Originals besitzt: ein Faksimile. Eine
Fotografie z. B. wird also nicht durch technische Hilfssysteme wie
etwa ein Raster und über ein Gummituch druckfähig gemacht - sie wird
direkt gedruckt, denn sie befindet sich unverfremdet auf der
Druckplatte. Das »Geheimnis« des Lichtdrucks ist das sehr feine
natürliche Runzelkorn, das bei der Druckformenherstellung von der
Gelatineschicht gebildet wird.
Es verkörpert die technologische
Substanz des Verfahrens und übertrifft mit seinem Auflösungsvermögen
auch elektronische Kornraster. Mit keiner anderen Technik können so
feine Linien und Verläufe in allen Tonwerten in einem Druckgang
hergestellt werden. Die tiefsten Schatten bleiben durchzeichnet, die
Halbtöne echt, die Lichter zart bis spitz. Sogar Experten haben
Schwierigkeiten, die Reproduktion vom Original zu unterscheiden.
Auch die Farbechtheit des Lichtdrucks wird von keinem anderen
Druckverfahren erreicht - Lichtdrucke verblassen über Jahrzehnte
nicht.
Alle Bemühungen, das arbeits- und zeitaufwendige Verfahren für
Massenauflagen wirtschaftlich zu gestalten, ohne ihm seine
qualitative Überlegenheit zu nehmen, scheiterten weltweit. Es bleibt
dabei: seine von keinem anderen Verfahren je übertroffene
Spitzenqualität erreichte der Lichtdruck bereits im 19. Jahrhundert,
mit dem er technisch wohl immer verbunden bleiben wird.
Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gab es allein in Deutschland
über 200 Lichtdruckereien. Inzwischen kann eine Reihe
lichtdruckspezifischer Arbeiten - Postkarten oder andere
Massenauflagen - mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen und
Druckverfahren wesentlich schneller und billiger ausgeführt werden,
und so nimmt es nicht Wunder, dass heute weltweit nur noch eine
Handvoll Lichtdruckwerkstätten existiert. |
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